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Geschichte der Betriebsfeuerwehr

 

Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Gemeinschaft. Verbunden mit dem Werk, Idealismus und praktischen Denken, das Erkennen der großen Brandgefahren und ihre Auswirkungen in einem Eisen verarbeitenden Betrieb, waren der Anlass, dass Ing. Grader, der damalige Leiter der Lehrwerkstätte, am 25. Mai 1948 die Freiwillige Betriebsfeuerwehr gründete.

8 Männer waren es vorerst, die sich bereit erklärten, sich in den Dienst dieser Gemeinschaft zu stellen, aber bereits im folgenden Jahre konnten dem Bezirksfeuerwehrkommando 28 aktive Wehrmänner im Jahresbericht gemeldet werden.

Sie kamen und kommen aus allen Berufsgruppen: Angestellte, Facharbeiter, Hilfsarbeiter und Lehrlinge, alle brachten sie den Idealismus, dem Werk und seiner Belegschaft in Zeiten der Not zu helfen, mit. Sie alle bekannten sich zu:

 

EINER FÜR ALLE - ALLE FÜR EINEN;

 

dem Spruch der Feuerwehr.

Das Gebot der Stunde NULL: Es geht an die Arbeit! Aus den dürftigen Überresten, der ehemaligen, kriegsbedingten Luftschutzes wurde das noch vorhandene, halbwegs brauchbare Material gesichtet und in einem Raum, einer ehemaligen Garage, deponiert. Dieser Raum diente uns noch jahrelang als Feuerwehrdepot. Es war nicht viel, was für Löschzwecke noch Verwendung finden konnte:

1 DKW-Pumpe R 80, poröse Hanfschläuche mit mangelhaftem Druck und einiges handwerkliches Gerät. Als Uniformen dienten Schlosseranzüge und Stahlhelme der ehemaligen Deutschen Wehrmacht. Es war eine wirkliche „Stunde Null“, und bis zur heutigen Ausrüstung war es ein weiter Weg, den nur jener richtig würdigen kann, der ihn gegangen ist.

Ein Vierteljahrhundert liegt dazwischen. Möge einmal einen andere Generation urteilen, was hier geleistet wurde.

Es war ein Wink des Schicksals, als am 18. Juni 1949 die in einer Baracke untergebrachte Herdplatten-Fertigung nieder brannte. Es war der erste Großbrand im Werk, und nur durch den restlosen Einsatz sämtlicher anwesender Feuerwehren konnte er lokalisiert werden. Das Tor zu Pulsader des Werkes, der Modelltischlerei, war bereits angekohlt und die Ausbreitung des Brandes auf dieses Objekt, hätte zu einer unvorstellbaren Katastrophe führen können.

Mängel an den vorhandenen Löschmittel wurden offensichtlich, aber die wirtschaftliche Lage des Werkes gestattete damals noch nicht, der Feuerwehr größere Mittel zur Verfügung zu stellen. Man erkannte aber die sicherheitstechnische Notwendigkeit einer gut ausgebildeten und gut ausgerüsteten Betriebsfeuerwehr. Jahr für Jahr konnten neue Geräte angeschafft werden. Die Uniformierung mit Arbeitsanzügen, Mützen und Steigergurten wurden durchgeführt, das Schlauchmaterial aufgestockt, Atemschutzgeräte aus ehemaligen Heeresbeständen beschafft, Wasserbezugstellen gebaut und die Ausbildung der Feuerwehrmänner, Chargen, Maschinisten, Brandschutzwarte und des Gasschutztrupps forciert. Als die Werksleitung 1952 der Betriebsfeuerwehr einen LKW Steyr 270 V 8, Baujahr 1946, zur weiteren Verwendung zur Verfügung stellte, erkannte Ing. Grader die Möglichkeit, aus diesem verhältnismäßig alten LKW ein Tanklöschfahrzeug zu bauen. Mit Begeisterung wurde dieser Gedanke aufgenommen und in die Tat umgesetzt. 1956 wurde ein Pumpenanhänger mit einer VW-Pumpe angeschafft und dieser Anhänger ist zurzeit noch immer im Einsatz.

1970 wurde ein Ford Transit als KLF angeschafft und der alte Sanitätswagen Baujahr 1981 der Sanitätsstelle als Mannschaftstransport bzw. Kommandofahrzeug (wieder in Eigenregie), umgebaut. Weiters wurde ein Anhänger mit einem Notstromaggregat angeschafft.

Im Jahre 1974 wurde der 1. Tankwagen außer Dienst gestellt und durch eine Neuanschaffung eines TLF 4000 A ersetzt. Es war dies wieder ein Meilenstein für die Betriebsfeuerwehr. Die Betriebsfeuerwehr hatte nun 3 Fahrzeuge im Einsatz.

2001 wurde der 2. Tankwagen einer Großreparatur unterzogen. Es wurden der Wassertank und Teile der Karosserie gerichtet. Wie immer stellten sich die Männer der Betriebsfeuerwehr kostenlos zur Verfügung. 110 freiwillige und 80 bezahlte Stunden (Oberflächenschutz) waren dafür notwendig. Da der Ford Transit keine Straßenzulassung mehr erhielt wurde der Kauf eines Transportfahrzeuges VW LT 30 mit Plane und Hebebühne von der Geschäftsleitung genehmigt. Das Fahrzeug wurde am Florianitag 2002 in den Dienst gestellt. 2002 wurde aber auch die Persönliche Schutzausrüstung auf den Neuen Stand der Technik gebracht. So wurden für alle Männer Schutzjacken, Schutzhosen und Schutzhandschuhe angeschafft. Nach längerer Diskussion

wurden auch die alten Schutzhelme durch neue ersetzt. 2003 wurde uns mitgeteilt das es das letzte mal ist wo wir die Straßenzulassung für unser Mannschaftstransportfahrzeug erhielten, stellten wir wieder ein Ansuchen an die Geschäftsleitung um Beschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens. Dies wurde auch genehmigt und konnten wir

im Jahre 2004 am Florianitag das neue Fahrzeug in den Dienst stellen.

Während des Zeitraumes 2001 – 2006 wurde auch am Rüsthaus – Dank unserer Geschäftsleitung – das Rüsthaus auf einen modernen Stand gebracht. Büro, Fahrzeughalle, neue Tore, neue Spinde und auch ein schöner Lehrsaal, welcher auch sehr oft von den Abteilungen des Betriebes für Schulungen und Besprechungen benützt wird, geschaffen. Weiters wurden auch einige für uns sehr wichtige Geräte wie ein LEMA-Höchstdrucklöschgerät, ein Wassersauger, neue Funkgeräte und ein Schlauchwaschgerät angeschafft.

2006 brach dann zu unserem großen Schrecken das Getriebe beim Tanklöschfahrzeug. Nach Freigabe der Großreparatur mussten wir leider die Erfahrung machen, dass es für diesen Fahrzeugtyp Österreichweit keine Ersatzteile zu bekommen waren. Die Firma MAN in Liezen beschaffte ein altes Getriebe und so wurde aus den 2 Getrieben ein Ersatzgetriebe gebastelt. Nach Rücksprache mit Herrn GF KR Obernhuber, erteilte er uns den Auftrag, ein Angebot über ein neues Tanklöschfahrzeuges zu erstellen. 2002 ein Transportfahrzeug, 2004 ein Mannschaftstransportfahrzeug und jetzt ein Tanklöschfahrzeug – wir konnten es Anfangs nicht glauben. Bei der Wehrversammlung 2006 bekräftigte er aber seinen Entschluss und so wurde damit begonnen einige Firmen, neu angeschaffte Tanklöschfahrzeuge bei diversen Feuerwehren zu besuchen, um uns einen Überblick zu schaffen. Auch wurde mit dem Bezirkskommando und dem Landesfeuerwehrkommando sowie mit dem Landesfeuerwehrinspektor Kontakt bezüglich Forderung aufgenommen. Seitens des Landesfeuerwehrkommandos wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Beschaffung angeordnet. Dies wurde am 6. Oktober 2006 durchgeführt und wir erhielten die Förderungszusage. Bei so großen Beschaffungen muss die Ausschreibung Europaweit ausgeschrieben werde. Hierbei unterstützte uns der Bezirkstechniker ABIdF Ing. Ortner sehr maßgeblich, er führte auch die Sichtung und Auftragseröffnung gemeinsam mit uns durch. Es Stand fest es wird ein Fahrzeug von einem steirischen Fahrzeugaufbauer nämlich der Firma LOHR. Die Verhandlung führte Herr GF KR Mag. Obernhuber selbst und es kam zur Auftragerteilung.

Da wir nun sehr modern ausgestattet sind, muss die Ausbildung an vorderster Stelle stehen.

Wir bedanken uns auch sehr herzlich für die finanzielle Unterstützung durch die Stadtgemeinde Liezen unter Bürgermeister Mag. Hakel. DANKE

Zum Schluss danken wir der Geschäftsleitung der Maschinenfabrik für die große finanzielle - aber auch für die ideelle Unterstützung die uns stets zu Teil wird sehr herzlich.

DANKE